Arthrose Studie Hunde aktiv kollagen

Studie: Wirkung von Aktivkollagen bei Hunden mit Arthrose

In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde die Wirksamkeit von bioaktiven Kollagenpeptiden wie in Aktivkollagen bei der Behandlung von Arthrose bei Hunden analysiert. Ziel war es, die Wirkung dieser speziellen Kollagenpeptide auf den Knorpelstoffwechsel und deren klinische Effektivität zu bewerten. Die Studie fokussierte sowohl auf molekulare als auch auf funktionelle Veränderungen durch die Behandlung.

Methode

Die Studie war zweiarmig aufgebaut, wobei die Aktivkollagen-Gruppe mit einer Placebo-Gruppe verglichen wurde. Dies gewährleistete eine robuste Analyse der spezifischen Effekte des Kollagens.

In-vitro-Untersuchung:

    • Primäre Knorpelzellen (Chondrozyten) von Hunden wurden in Zellkultur experimentell behandelt.
    • Die Forscher untersuchten, wie Aktivkollagen die Genexpression sowie die Synthese wichtiger Knorpelmatrixmoleküle wie Typ-II-Kollagen, Aggrecan und Elastin beeinflusst.
    • Gleichzeitig wurden entzündliche Zytokine und Knorpel abbauende Enzyme (z. B. Matrix-Metalloproteasen, MMPs) gemessen.

In-vivo-Untersuchung:

      • Zweiarmige, placebo-kontrollierte Untersuchung mit 22 Hunden, die über 12 Wochen hinweg täglich 5 g Aktivkollagen oder ein Placebo erhielten.
      • Tierärzte beurteilten klinische Parameter wie Lahmheit, Gelenkschwellung, Schmerz und Bewegungseinschränkungen.
      • Zusätzlich wurden Blutproben auf Biomarker der Knorpelregeneration untersucht, darunter Prokollagen-Typ-II (CP-II), Chondroitinsulfat (CS846) und hyaluronsäureassoziierte Werte.

Ergebnisse

In-vitro-Befunde:
    • Aktivkollagen führte zu einer signifikanten Erhöhung der Synthese von Typ-II-Kollagen (+7,5 %), Aggrecan (+5,5 %) und Elastin (+6,3 %), was auf eine Förderung der Knorpelregeneration hinweist.
    • Gleichzeitig wurde die Expression von entzündlichen Zytokinen wie TNF-α und IL-1β sowie Knorpel abbauenden Enzymen wie MMP-3 stark reduziert.

       

In-vivo-Befunde:
      • Klinische Verbesserung: Die Lahmheit der Hunde nahm während der Behandlung signifikant ab (p < 0.001). Nach 12 Wochen zeigte sich bei den behandelten Hunden eine deutliche Zunahme der Vitalität und Mobilität.
      • Schmerzreduktion: Tierhalter berichteten von weniger Beschwerden beim Aufstehen und einer Reduktion des Kontakt-Schmerzes.
      • Blut-Biomarker: Biomarker wie CP-II, die auf Knorpelregeneration hinweisen, stiegen signifikant an. Gleichzeitig nahm die Konzentration von Knorpel abbauenden Enzymen wie MMP-3 ab, während TIMP-1, ein Schutzfaktor, anstieg.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse dieser zweiarmigen Studie bestätigen die vielschichtige Wirkung von Aktivkollagen auf Arthrose bei Hunden. Die Behandlung zeigte sowohl auf zellulärer als auch auf klinischer Ebene signifikante Verbesserungen.

  • Molekulare Ebene: Aktivkollagen fördert die Synthese essenzieller Knorpelmatrixbestandteile wie Typ-II-Kollagen und Aggrecan. Gleichzeitig reduziert es entzündliche Prozesse und die Aktivität knorpelabbauender Enzyme, was die Degeneration des Gelenkknorpels hemmt.
  • Klinische Ebene: Hunde, die Aktivkollagen erhielten, zeigten weniger Lahmheit, eine gesteigerte Vitalität und eine reduzierte Schmerzempfindlichkeit. Diese positiven Effekte wurden sowohl durch tierärztliche Untersuchungen als auch durch die Beobachtungen der Hundehalter bestätigt.
  • Sicherheitsprofil: Aktivkollagen wurde gut vertragen, und die Dosierung von nur 5 g pro Tag war ausreichend, um signifikante Effekte zu erzielen – eine Verbesserung gegenüber bisherigen Studien, die höhere Dosierungen verwendeten.
  • Langfristige Implikationen: Aktivkollagen stellt eine vielversprechende Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Therapien wie entzündungshemmenden Medikamenten dar. Es zielt nicht nur auf die Symptome, sondern adressiert die zugrunde liegenden Ursachen von Arthrose, indem es die Knorpelregeneration fördert.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Aktivkollagen eine effektive, sichere und gut verträgliche Option für die Behandlung von Arthrose bei Hunden ist. Der nächste Schritt sollte eine größere, randomisierte Doppelblindstudie sein, um die Erkenntnisse weiter zu validieren und die optimale Dosierung sowie Behandlungsdauer zu ermitteln.

Eine Zusammenfassung von Laura Hausmanns

Referenz:

https://doi.org/10.4236/ojas.2017.73020

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